Wir stellen uns vor

"Die erste Vorbedingung für Würde besteht in der Unabhängigkeit."
Romain Rolland


 


 

Hintergrund:

Accesstech AG wurde im Jahr 1997 durch ihre Mitarbeiter als Rechtsnachfolgerin der 1990 gegründeten Einzelfirma Alvabraille Urs M. Hiltebrand ins Leben gerufen und bleibt den Zielsetzungen dieser Firma in erweitertem Sinne treu. Alvabraille hat am Anfang der Neunziger Jahre auf die wachsenden Anforderungen an EDV-Hilfsmittel für Sehbehinderte reagiert. Der selbst stark sehbehinderte Gründer hatte schon damals die überdurchschnittliche Bedeutung der EDV für Sehbehinderte erkannt und war davon überzeugt, dass die damalige hilfsmitteltechnische Situation in der Schweiz durch einen offenen Geist und technischen Weitblick verbessert werden könnte.

 U. Hiltebrand stellt das 1. Openbook vor

Gründete der Erfolg der Firma in den Anfangsjahren auf eigene Erfahrung, persönliche Kontakte mit Sehbehinderten und dem grossen Einsatz von Urs Hiltebrand, so führten folgerichtig bald das technische Know-how der Mitarbeiter und die erstklassige Qualität der Produkte zu stetig steigender Nachfrage.

Anfangs 1997 wurde die Einzelfirma in eine AG umgewandelt. Mit der Schaffung der Accesstech AG wollte Urs Hiltebrand nicht nur die rechtliche Situation des Betriebes an seine wirtschaftliche Grösse anpassen. Durch die gleichzeitige Namensänderung sollte auch sichtbar gemacht werden, dass die mittlerweile aus einem sechsköpfigen Team bestehende Firma nicht einem bestimmten Hersteller verpflichtet ist, sondern sich um die jeweils zuverlässigste und zweckmässigste Lösung einer bestimmten Problemstellung bemüht. Dies ist dank der vielschichtigen Qualifikation Ihrer Mitarbeiter - darunter Ingenieure und Pädagogen - erst recht möglich geworden.

Seit der Gründung der Accesstech AG konnten wir uns insbesondere bei den Hilfsmitteln für Privatanwender kontinuierlich weiterentwickeln. Einerseits konnten wir eine starke LowVision Abteilung mit innovativen, hochwertigen und dennoch preiswerten Bildschirmlesegeräten aufbauen, andrerseits anerkennt die IV seit dem Jahr 2000 die Wichtigkeit der EDV für die Kommunikation und Informationsbeschaffung für hochgradig Sehbehinderte und Blinde und erlaubt uns die Abgabe von Hilfsmitteln für den Privateinsatz einschliesslich der entsprechenden Schulung. Die Firma beschäftigt 2009 insgesamt 15 Personen in den Bereichen Schulung und Anpassung, Technik, Support, LowVision Beratung und Backoffice. Ein Drittel der Mitarbeiter sind dabei selbst blind oder hochgradig sehbehindert. Mit der Gründung von Filialen in St. Gallen und Neuchâtel sind wir auch räumlich noch näher zu unseren Kunden gerückt.

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Leistungen:

Im Zentrum unserer gesamten Bemühungen steht der Kunde: Seine Bedürfnisse und Fähigkeiten, sein Wunsch, etwas Neues zu erlernen, die Anforderungen des Arbeitsplatzes oder des Arbeitgebers und auch die Finanzierung sind immer sehr unterschiedlich. So befindet sich in unserem Angebot denn auch kein Musterarbeitsplatz oder Standardpaket. Auch findet man in unserem Produktkatalog nicht alle Hilfsmittel, die wir beschaffen, einrichten und schulen können. Trotz des Erfolges einiger unserer Stammartikel erarbeiten wir individuell auf den Kunden zugeschnittene Lösungen für alle denkbaren Problemstellungen, und verwenden dabei Hard- und Software verschiedenster Hersteller. So lohnt es sich auf jeden Fall, in einer persönlichen Beratung Auskunft einzuholen.

 Bild unserer Werkstatt

Zu unseren Dienstleistungen gehören Beratungen und Abklärungen in einer unserer Niederlassungen oder am (zukünftigen) Arbeitsplatz des Klienten. Wir suchen und evaluieren technische Lösungen, wobei der Gesichtspunkt der Eingliederung in die unmittelbare Umwelt des Klienten einen hohen Stellenwert einnimmt. Der Behinderte soll wenn immer möglich nicht auf eine technische Insel geschickt werden. Dies ist nicht nur im raueren Klima der aktuellen Arbeitsmarktsituation für die Schaffung oder Erhaltung von Arbeitsplätzen von zentraler Bedeutung, sondern zeigt sich auch beim Einsatz von Hilfsmitteln im privaten Bereich.

Wir formulieren auf Wunsch den Antrag an die Invalidenversicherung, oder bemühen uns um die Sicherung der Finanzierung oder um die Vorfinanzierung der Hilfsmittel.

Natürlich ist für uns die Arbeit nach Auslieferung der Hilfsmittel nicht beendet. Nebst der Schulung, die am Einsatzort oder in unseren Räumlichkeiten in Luzern erfolgen und auch Kontaktpersonen aus dem betrieblichen oder persönlichen Umfeld mit einschliessen kann, sind die Anpassung der Hilfsmittel an die speziellen Bedürfnisse des Kunden, Integration der Hilfsmittel in die Netzwerke oder die Konfigurationen des Arbeitgebers wichtigste Bestandteile unseres Angebots.

 Bild unseres alten Büros

Auch nach Abschluss der Schulung bleiben wir im Kontakt mit dem Kunden: Nachbetreuung, weitere Anpassungen, Problembehebung, Service und Reparaturen halten uns weiterhin auf Trab. Hier sind insbesondere die beruflichen Anwender darauf angewiesen, dass das ganze Jahr über kurzfristig jemand aus dem Team für sie da ist. Auch dass wir für Notfälle Ersatzgeräte zur Verfügung stellen oder unsere Techniker Reparaturen schnell durchführen können, wird geschätzt.

Im Lauf der Jahre haben wir uns so eine Stellung als lokalen Leader in der Hilfsmitteltechnologie für Blinde und Sehbehinderte erarbeitet. Wir beraten und unterstützen als wichtiger Hilfsmittellieferant auch die Blinden-Institutionen in der Schweiz. Diese Funktion können wir nur dank der engen Partnerschaft mit weltweit führenden Herstellern von elektronischen Hilfsmitteln im blindenspezifischen Bereich wahrnehmen. So sind wir an der Vor-Evaluation, Entwicklung und Übersetzung neuer Produkte beteiligt, aufgrund der mehrsprachigen Situation in der Schweiz und unserem Wunsch, möglichst viele Hilfsmittel unterstützen zu können, passen wir Treiber an und sorgen über gute Kontakte zu den Herstellern dafür, dass ihre Produkte flexibel und universell einsetzbar sind.

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Ausblick:

Dass der Computer für Sehbehinderte gerade auch im Privatbereich immer wichtiger ist, ist für uns eine Erfahrungstatsache. Der PC sowie der Kleinstcomputer Mobiltelefon als universelle Kommunikations- und Informations-Mittel nehmen mit der Weiterentwicklung von Programmen und Internet einen festen Platz in unserer Kultur ein. Gerade für Blinde und Sehbehinderte rückt dadurch die Anwendung von EDV zum eigentlichen Reha-Bereich auf. Aus technischer Sicht sind wir in der Lage, mit dieser Entwicklung mitzuhalten. Die IV trägt dieser Tendenz teilweise Rechnung, in dem sie die behinderungsbedingten Kosten für ein Hilfsmittelsystem mit Textverarbeitung und Email übernimmt. Die Wichtigkeit der Informationsbeschaffung übers Internet, wo Informationen in elektronischer und somit in für Sehbehinderte leicht lesbarer Form vorliegen, aber auch die Zugänglichkeit mobiler Geräte und Kleinstcomputer hat die IV noch nicht erkannt. Der Bereich Hilfsmittel ist von den aktuellen Sparbemühungen der IV ebenfalls betroffen. Es ist ein erheblicher Spardruck bei der Abgabe festzustellen, und dies obwohl offiziell mit der fünften IVG Revision der Slogan "Eingliederung vor Rente" noch gestärkt wurde. Teilweise werden vom BSV behinderungsbedingte Kosten in von uns aus gesehen diskriminierender Weise als "Schadenminderungspflicht" der Behinderten umdeklariert.

 Bild eines unserer Demoräume

Umso wichtiger ist daher unsere kontinuierliche und enge Zusammenarbeit mir der Selbsthilfe: für nicht durch die IV abgedeckte Leistungen arbeiten wir mit Verbänden und Institutionen der Selbsthilfe zusammen, Supportleistungen können über die Hotline und in der Ost- und Westschweiz auch vor Ort erbracht werden. Neue und innovative Produkte wie zum Beispiel die Hilfsmittel für Mobiltelefone können über die Beratungsstellen günstig und dennoch mit dem notwendigen Support abgegeben werden. Wir sind uns bewusst, dass durch diese Zweiteilung der Support des Privatbereichs kompliziert und durchaus verbesserungsfähig ist. Dies ist allerdings auch eine politische Diskussion.

Accesstech AG wird sich in jedem Fall stetig darum bemühen, die Integrationschance für Blinde wie Sehbehinderte durch geeignete Hilfsmittel und Dienstleistungen zu wahren. Wir sind dabei auch auf Ihr Feedback angewiesen und für Wünsche oder Kritik offen.

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